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1992 kamen zum ersten Mal Kaltblutfohlen auf dem Museumsgelände zur Welt. Ihre Mütter waren Jenny und Julia, zwei schwere Schimmelstuten. Der Museumsverein Dorenburg e.V. hatte diese Kaltblutstuten angeschafft.
Die beiden Schimmelstuten haben insgesamt 7 Fohlen im Museum geboren.
1997 wurde Hera von der Dorenburg, Tochter von Jenny geboren und 1998 Hella von der Dorenburg, Tochter von Julia.
Beide Stuten erhielten die Eintragung als Staatsprämienstuten im Rheinischen Pferdestammbuch. Mit diesen beiden Töchtern wurde mit viel Erfolg im Museum weiter gezüchtet.
Heute, im Jahre 2009 lebt Hella von der Dorenburg mit ihrer Tochter Nora von der Dorenburg (geb. 2008) auf dem Museumsgelände und die weitere Zucht ist bereits geplant.
Foto: Hera von der Dorenburg mit ihrem Fohlen Anna bei der Fohlenschau 2006 in der Parkanlage Schloss Wickrath.
Nestor - das passt gut zu Nathan.
Uwe Helfenritter war sich mit seiner Frau Erika schnell einig, wie das Hengstfohlen im Niederrheinischen Freilichtmuseum heißen soll.
Am 12. August hatte die Dorenburg-Stute Hella auf dem Hof Goetzens in St.Hubert ein gesundes Fohlen zur Welt gebracht. Die Museumsleitung hat daraufhin einen Wettbewerb zur Namensfindung ausgelobt, bei dem es eine Jahreskarte 2010/2011 zu gewinnen gab. Unter den über 100 Einsendungen fischte Glücksfee Pia Terstappen - die Brachterin ist zurzeit Praktikantin in dem Grefrather Volkskundemuseum - die Nestor-Karte von Uwe Helfenritter heraus. "Wir sind häufig mit dem Rad in Richtung Dorenburg unterwegs, insofern können wir mit dem Gewinn eine Menge anfangen und freuen uns riesig", sagte der Kempener, als er von der frohen Botschaft erfuhr.
Die einzige Vorgabe, die die Museumsleitung in Sachen Namensfindung gemacht hatte: Der Name muss mit N anfangen, weil der Vater Nathan heißt. "Nepomuk, Napoleon, Nemo - es gab eine Menge guter Ideen", sagt Anke Wielebski, die stellvertretende Museumsleiterin. Am häufigsten aber sei Nestor genannt worden. Folgerichtig musste die gute Fee ran und einen Glücks-Nestor herausfischen. Bei Uwe Helfenritter, dem Beamten in Altersteilzeit, traf es offenbar genau den Richtigen, der sich mit seiner Familie gerne auf dem sechs Hektar großen Museums-Areal an der Stadionstraße neben dem Eisstadion aufhält und nun jede freie Minute Richtung Dorenburg radelt.
Dass der ursprüngliche Nestor ein Held aus der griechischen Mythologie ist, der Altersweisheit, Redlichkeit und heitere Lebenskunst auf sich vereint, darüber hat sich Uwe Helfenritter vorher keine großen Gedanken gemacht. Sei's drum: Nestor, der temperamentvolle kleine Hengst von Hella und Nathan, fühlt sich auf den saftigen Weiden im Niederrheinischen Freilichtmuseum sichtlich wohl, ärgert von Zeit zu Zeit seine zwei Jahre ältere Schwester Nora und lässt sich von Besuchern gerne über die lockige Mähne streicheln.
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